
作词 : Ilona Jeschke
[00:11:00]Es entstieg der Morgenröte
[00:17:00]einst ein Krieger, stolz und schön.
[00:24:00]Sonn und Mond erblassten beide,
[00:29:00]als dies Wesen sie geseh'n.
[00:37:00]Wenn er durch die Wälder rannte,
[00:43:00]glich er einem jungen Reh,
[00:47:00]seine Augen gleich dem Himmel,
[00:53:00]seine Haut weiß wie der Schnee,
[00:57:00]schwarz sein Haar, wie Rabenfedern,
[01:03:00]wie der Grund der ew'gen See.
[01:09:00]
[01:17:00]Still war unser Land, und friedlich,
[01:23:00]Krieg nichts als ein böses Wort,
[01:29:00]doch es kamen and're Zeiten
[01:35:00]und mit ihnen Raub und Mord.
[01:43:00]Als man unsre Krieger sandte,
[01:48:00]zog er lächelnd in die Schlacht,
[01:52:00]um die Seinen zu beschützen,
[01:57:00]die man in Gefahr gebracht,
[02:02:00]zog er, einer unter vielen,
[02:08:00]mit der Heerschar in die Nacht
[02:15:00]
[02:22:00]Viele Wochen sind vergangen,
[02:28:00]als die Schar nach Hause kehrt.
[02:36:00]Viele Leben sind erloschen
[02:42:00]und nur wenige unversehrt.
[02:49:00]Doch die Königin schaut flehend
[02:55:00]jedem Krieger ins Gesicht,
[02:59:00]sucht und sucht in jeder Reihe,
[03:04:00]doch den Einen find´t sie nicht
[03:08:00]und sie sucht, bis vor Erschöpfung
[03:14:00]weinend sie zusammenbricht.
[03:20:00]
[04:04:00]Heute Nacht klingen im Walde
[04:10:00]Lieder zu der Toten Ehr',
[04:17:00]doch der Sohn der Morgenröte
[04:22:00]kehrt nach Hause nimmermehr.
[04:30:00]Leb' denn wohl, edelster Krieger,
[04:35:00]weh' Dein Haar in ruhigerem Wind,
[04:40:00]denn hier ist ein Sturm am Toben,
[04:45:00]in dem wir nur Blätter sind;
[04:49:00]mög' Dein edler Geist uns leiten,
[04:56:00]bis das Blut des Feindes rinnt...
作曲 : Ilona Jeschke